Gesellschaftliche Verantwortung

Verantwortung bedeutet für den Volkswagen Konzern, sich auch für die Menschen jenseits der Werkstore zu engagieren. Unsere Schwerpunkte setzen wir in der Unterstützung von Zukunfts-, Bildungs- und Sozialprojekten, vor allem an den Standorten des Konzerns. Aber auch den Opfern von Naturkatastrophen stehen wir mit rascher Hilfe zur Seite. Darüber hinaus fördern wir das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter.

Engagement für Regionen

Wir machen uns stark für die Regionen, in denen wir Standorte unterhalten. Denn ein zukunftsfähiges, lebenswertes Umfeld stärkt das Profil der Regionen im Standortwettbewerb, erhöht die Lebensqualität der Mitarbeiter, die dort wohnen, und damit unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Deshalb fördert die Volkswagen AG zum Beispiel regionale Wachstumsinitiativen, die sich mit den Themen Bildung, Gesundheit, Freizeit, Energie und Verkehr beschäftigen, ergänzt durch ein breites Spektrum an Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung.
Exemplarisch dafür steht die Wolfsburg AG am Konzernhauptsitz Wolfsburg (Deutschland). Seit 1999 steht das als Public-private-Partnership mit der Stadt Wolfsburg gegründete Unternehmen für zukunftsweisende Lösungen in den wichtigen Themen Beschäftigung und Lebensqualität. Erfolge der gemeinsamen Anstrengungen sind belegbar: Wolfsburg erreichte im November 2013 im Städtetest des Magazins „Wirtschaftswoche“ bei der Bewertung der Dynamik Platz 1 und Spitzenplätze in den Kategorien Steuerkraft, Produktivität und Frauenbeschäftigung. Von den Erfahrungen in der Struktur- und Standortentwicklung profitiert inzwischen die gesamte Region: Hier arbeitet die Wolfsburg AG eng mit der Allianz für die Region GmbH zusammen, der die Städte Wolfsburg, Braunschweig und Salzgitter sowie die angrenzenden Landkreise und Vertreter der regionalen Wirtschaft angehören.

Rollende Arztpraxis: Als Modelllandkreis im Projekt „Zukunftsregionen Gesundheit“ testet Wolfenbüttel Lösungen für die Versorgung ländlicher Gebiete und immobiler Patienten. 35

Engagement für Bildung

Unsere Kompetenz im Bereich Mobilität und Verkehrssicherheit bringen wir in schulischen Bildungsinitiativen ein. Eines von vielen Beispielen aus den Konzerngesellschaften ist der Kinderverkehrspark „Parque Polo“ auf dem Werksgelände von Volkswagen Navarra (Pamplona, Spanien), der bereits mehr als zehn Jahre etabliert ist. Die Einrichtung für Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren wird als Gemeinschaftsprojekt von Volkswagen Navarra und der Stiftung Sparkasse Navarra getragen. Sie wird von der Landesregierung und verschiedenen Unternehmen unterstützt. Im Jahr 2013 besuchten 7.100 Kinder den Park. Seit seiner Eröffnung 1999 waren bereits 105.050 Schulkinder dort.
Als Ergänzung zu den infrastrukturellen Projekten in der Region ist Volkswagen in der schulischen Bildung aktiv. Die in Kooperation von Unternehmen und Stadt gegründete „Neue Schule Wolfsburg“ hat im August 2009 ihre Pforten geöffnet. Fünf Schwerpunkte prägen den Alltag der für alle Kinder der Stadt und Region offenen Grund- und Gesamtschule: Internationalität, Naturwissenschaften und Technik, Wirtschaft, Kunst und Kultur sowie Begabungsförderung. Im aktuellen Schuljahr 2013/2014 werden rund 600 Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1 bis 4 sowie 5 bis 9 unterrichtet.  36
Neben schulischen Bildungsprojekten wurden an einer Vielzahl von Konzernstandorten Bildungsinitiativen zum Thema Verkehrssicherheit initiiert. So ist die Porsche AG deutschlandweit mit ihrem Projekt „Kids Driving School“ aktiv. Mit diesem gemeinsam mit „Kinderüberraschung“ (Ferrero) entwickelten, einzigartigen Konzept sollen Kinder spielerisch das richtige Verhalten im Straßenverkehr erlernen.
Auch ŠKODA baut seine Aktivitäten rund um die Verkehrserziehung kontinuierlich aus: Die Multimediaanwendung „ŠKODA mit Spiel“ richtet sich vor allem an Schüler und macht die jungen Verkehrsteilnehmer mit den Begrifflichkeiten und Regeln im Straßenverkehr vertraut. Zugänglich ist die interaktive Anwendung in vier Sprachen auf den Internetseiten von ŠKODA.

Ehrenamtliches Engagement

Ehrenamt ist Ehrensache bei Volkswagen. Die Initiative Volkswagen pro Ehrenamt richtet sich an ehemalige Mitarbeiter im Vorruhe- oder Ruhestand sowie an alle Beschäftigten von Volkswagen und deren Lebenspartner. Sie fungiert als Drehscheibe zwischen Menschen, die sich engagieren wollen, und denen, die ehrenamtliche Aufgaben zu vergeben haben. Damit verfolgen wir das Ziel, freiwilliges Engagement stärker ins Bewusstsein zu rücken, zu unterstützen und zu fördern. Zugleich profitieren wir von Mitarbeitern, die sich in ihrer Freizeit für die Gemeinschaft einsetzen und damit ihre soziale Kompetenz verbessern. Das Konzept von Volkswagen pro Ehrenamt geht auf: So waren beispielsweise in den Sommermonaten 2013 mehr als 700 Volkswagen Mitarbeiter im Einsatz, um den Hochwasseropfern in den deutschen Überschwemmungsgebieten zu helfen.
Besondere Wertschätzung erfahren engagierte Mitarbeiter auch von ihren Vorgesetzten. Allein im Jahr 2013 fanden über 950 Anerkennungsgespräche statt. Rund 1.700 Ehrenämter konnten bis 2013 erfolgreich vermittelt werden. Ähnliche Konzepte sind auch in anderen Konzerngesellschaften etabliert, zum Beispiel bei Audi, MAN und ŠKODA.
Auch an den internationalen Standorten fördert der Volkswagen Konzern das ehrenamtliche Engagement seiner Beschäftigten. So unterstützt beispielsweise Porsche in mehr als einem Dutzend lateinamerikanischer Länder, darunter Brasilien, Argentinien und Chile, die gemeinnützige Organisation „Un Techo Para Mi País“ (ein Dach für mein Land). Sie bemüht sich seit 1997 und in mittlerweile 19 Ländern Lateinamerikas und der Karibik darum, sozial schwachen und gesellschaftlich isolierten Menschen ein festes Zuhause zu geben und sie in eine stabile Gemeinschaft zu integrieren. Auch dank der finanziellen Unterstützung von Porsche konnten im Laufe der zweijährigen Kooperation mehr als 250 Häuser gebaut und über 2.000 freiwillige Helfer, darunter das Team von Porsche Latin America, aber auch Mitarbeiter der lokalen Porsche Importeure, gewonnen werden.

Rund 1.700 Ehrenämter seit 2008 an Volkswagen Mitarbeiter vermittelt.

Spenden des Unternehmens

Die Sponsoring- und Spendenengagements des Volkswagen Konzerns sind wichtige Maßnahmen, mit denen wir unser Selbstverständnis zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung unterstreichen. Weltweit unterstützen wir zahlreiche Organisationen und Veranstaltungen. Die Grundprinzipien bei der Vergabe von Spenden und Sponsoring sind in unseren konzernweit gültigen Verhaltensgrundsätzen geregelt. Danach gewähren wir Geld- und Sachspenden für Aktivitäten und Projekte mit den Schwerpunkten Wissenschaft und Bildung, Kultur und Sport sowie soziale Anliegen.
Die Volkswagen AG engagiert sich in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Ausbildung, karitative Zwecke, Sport, Kultur, allgemeine humane sowie sonstige Zwecke, Kirchen, kirchliche Vereine, Akademien. Spenden werden nur an Einrichtungen vergeben, die als gemeinnützig anerkannt oder durch besondere Regelungen zur Annahme von Spenden befugt sind. An Parteien, parteinahe Stiftungen und Personen aus der Politik spendet Volkswagen nicht. Insgesamt spendete die Volkswagen AG im Berichtsjahr 19 Mio. €. Neben der Unterstützung von sozialen Organisationen kamen die Spenden 2013 vor allem auch den Opfern großer Katastrophen zugute. Für Betroffene der Überschwemmungen in den europäischen Ländern stellten die jeweiligen Konzernmarken und -gesellschaften Hilfe zur Verfügung (siehe Übersicht).

SPENDENAUFKOMMEN VOLKSWAGEN AG IN 2013

Gesamtsumme: 19 Mio. €1

Das Spendenaufkommen enthält nicht die im Jahr 2011 initiierte Belegschaftsstiftung. Volkswagen spendete nicht an Parteien, parteinahe Stiftungen und Personen aus der Politik.

 

1 Die genannte Summe enthält kein Cause-related Marketing, kein Sponsoring und umfasst nicht die Projekte und Aktivitäten, die Volkswagen im Rahmen des gesellschaftlichen und kulturellen Engagements durchführt. Sie enthält nicht das Spendenaufkommen der weiteren Marken des Volkswagen Konzerns.


Spenden der Belegschaft

Allein die Mitarbeiter der Volkswagen AG haben 2013 mehr als 3,5 Mio. € gespendet. Mit der Belegschaftsspende machen sich Mitarbeiter und Unternehmen für benachteiligte Menschen an den Standorten der Volkswagen AG stark – beispielsweise durch Unterstützung der Initiative „Starthilfe“, die wachsender Kinderarmut in Wolfsburg und Umgebung entgegenwirkt.
Bei der Aktion „Eine Stunde für die Zukunft“ verzichten die Belegschaften von Volkswagen und Audi zugunsten von Straßenkindern in Not auf einen Stundenlohn. Seit Sommer 2003 ist die Sammlung von Restcents Teil der Initiative: Die Beschäftigten der Volkswagen AG spenden dafür monatlich die Cents, die auf der Gehaltsabrechnung hinter dem Komma stehen.
Zusätzlich dazu spendeten die Belegschaften von Volkswagen, Audi, Porsche und MAN rund 1,7 Mio. € für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Deutschland. Damit wurden mehrere Hilfsprojekte zum Wiederaufbau in den vier betroffenen Bundesländern unterstützt.

Die Volkswagen Belegschaftsstiftung

Produkte aus fairem Handel

Auf Initiative des Gesamtbetriebsrats unterstützt die Volkswagen AG diesen Ansatz bereits seit 1999 durch den Verkauf von Produkten mit dem TransFair-Siegel über die Service Factory Gastronomie und Hotellerie in den Betriebsrestaurants. Fair gehandelte Produkte helfen Produzenten in Entwicklungsländern, aus eigener Kraft eine wirtschaftliche und menschenwürdige Existenz aufzubauen. Das Projekt hat sich erfolgreich entwickelt: 2013 stieg der Absatz von fair gehandeltem Kaffee um 4,3 % auf 48,5 t. Seit 2012 wird zudem Kunsthandwerk aus fairem Handel verkauft: Manufakturen in Madagaskar bauen aus Blechdosen Modellautos, die den historischen Volkswagen Modellen Käfer und Transporter T2 nachempfunden sind.