Lokale Wertschöpfung

Bei seiner Wachstumsstrategie setzt der Volkswagen Konzern auf die Stärkung der lokalen Wertschöpfung. Das Konzept der Lokalisierung steht für die regionale Integration und Konzentration der Produktion und wirkt vielen Nachteilen einer internationalen Arbeitsteilung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht entgegen. Durch die Ansiedlung von Zulieferbetrieben im Umfeld neuer Fabriken entstehen zusätzliche Arbeitsplätze, die Bevölkerung profitiert von wirtschaftlicher Prosperität. Zugleich bringt das Konzept der Lokalisierung auch zahlreiche wirtschaftliche Vorteile mit sich. Dazu gehören niedrigere Logistikkosten, marktgerechte Einkaufspreise, wegfallende Einfuhrzölle und die Unabhängigkeit von schwankenden Wechselkursen.

Wirtschaftliche Vorteile der Lokalisierung

Ein unschätzbarer Vorteil ist die dadurch entstehende Kundennähe. So lassen sich regional unterschiedliche Kundenbedürfnisse leichter erkennen und in der Produktgestaltung umsetzen. Außerdem bieten Produkte, die in der Region gefertigt werden, den Menschen dort die Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren. Damit dient das vom Volkswagen Konzern intensiv verfolgte Konzept der Lokalisierung nicht zuletzt der Erschließung neuer Märkte. Dank des MQB können wir auf Basis weltweit identischer Plattformen regionenspezifische Modellanpassungen durchführen und unsere Produktion trotzdem schlank und effizient halten. Als Grundlage dafür beobachten wir die verschiedenen Märkte, beschaffen uns Informationen und klinken uns in regionale Wissensnetzwerke ein. Unsere dezentralen Produktions- und Forschungsstandorte dienen uns dabei als wertvolle regionale Basis.

Beitrag zur regionalen Entwicklung

Durch die lokale Wertschöpfung geben wir Menschen in vielen Regionen der Welt eine Chance zum wirtschaftlichen Aufstieg. In den neu errichteten Werken wie aktuell beispielsweise Silao (Mexiko), Foshan und Urumqi (China) entstehen zahlreiche Arbeitsplätze und damit verknüpft noch weitere indirekte Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von Zulieferbetrieben, im Dienstleistungsgewerbe und beim lokalen Handwerk. So wurden im indischen Pune seit der Etablierung des Standorts der Marke Volkswagen 67 neue Zulieferbetriebe gegründet, die zusammen rund 13.000 Menschen beschäftigen.
Die AUDI AG stärkt ihren erfolgreichen Wachstumskurs im nordamerikanischen Markt durch ein neues Werk im mexikanischen San José Chiapa, für das im Mai 2013 der Grundstein gelegt wurde. Für mehr als 900 Mio. € entstehen dort Karosseriebau, Lackiererei, Montage und ein neues Presswerk. Bereits drei Jahre vor Produktionsstart fiel im Sommer 2013 auch der Startschuss für den ersten Ausbildungslehrgang, an dem 64 künftige Mechaniker und Mechatroniker teilnehmen. Die Ausbildung vereint nach dem deutschen Dualen System Theorie und Praxis. Außerdem erhalten die jungen Mexikaner Deutschunterricht. Ende Februar 2014 werden noch 46 weitere Jugendliche folgen. Audi hat dafür eigens ein Trainingscenter errichtet.

Go west: Strategie des Volkswagen Konzerns in China


In China wird der Konzern im Jahr 2014 noch eine weitere Fertigungsstätte eröffnen. Bis 2018 soll die Zahl der Mitarbeiter von rund 75.000 auf 100.000 und die Fertigungskapazität von rund 2,6 Mio. (2012) auf mehr als 4 Mio. Fahrzeuge pro Jahr steigen. Zugleich werden wir die Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung auf 2.500 Mitarbeiter ausbauen. Insgesamt, aber besonders mit der Go-West-Strategie tragen wir dort zu einer breiten Beteiligung am Wohlstand und wirtschaftlichen Wachstum bei. Da unsere Ingenieure in Deutschland den Aufbau der neuen Fabriken begleiten und über den Test von Komponenten und die Qualitätssicherung in den internationalen Werken wachen, sichern wir zugleich auch immer Arbeitsplätze in Deutschland.

Ausbau des Marktes in Russland

Konzepte in Deutschland

Auch in Deutschland gibt der Volkswagen Konzern Wachstumsimpulse. Beispielsweise in Osnabrück: Dort überführten wir die insolvente Wilhelm Karmann GmbH in die 2012 gestartete Serienproduktion des Porsche Boxter und des Porsche Cayman. Inzwischen hat sich der Standort als Kompetenzzentrum für die Cabrio- und Kleinserienproduktion etabliert. Am Konzernstandort Wolfsburg unterhalten wir gemeinsam mit der Stadt die Wolfsburg AG, um die Wirtschaft in der Region zu fördern und zugleich die Lebensqualität zu erhöhen. Auch die im Januar 2013 aus einem Gemeinschaftsprojekt der Wolfsburg AG und der projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH hervorgegangene Allianz für die Region GmbH engagiert sich mit dem Ziel, attraktive Angebote für Bürger und Unternehmen zu schaffen und qualifizierte Mitarbeiter anzuziehen.

Der Porsche Cayman . Ende 2012 startete die Produktion auch am Standort Osnabrück.

Subventionen und Steuern

Für den Ausbau seiner Aktivitäten im Bereich der Forschung wie auch bei der Entwicklung neuer Standorte hat der Volkswagen Konzern im Jahr 2013 insgesamt 610 Mio. € an Zuwendungen der öffentlichen Hand erhalten.
Zugleich trägt der Volkswagen Konzern dank seiner Lokalisierungsstrategie in vielen Regionen der Welt durch Abgaben und Steuern dazu bei, dass staatliche und kommunale Investitionen in die Infrastruktur und das Gemeinwohl möglich sind. Wir zahlen dort Steuern, wo wir wertschöpfend tätig sind – das Gros in Deutschland. Im Jahr 2013 zahlten wir allein Ertragsteuern in Höhe von rund 3,1 Mrd. € an die Steuerbehörden.