Volkswagen Community Trust
Gemeinsam für die Gemeinschaft

Mit allem, was man tut, auch einen Wert für die Gesellschaft zu schaffen, ist Grundüberzeugung des Volkswagen Konzerns. Aus dieser Haltung heraus initiieren und fördern wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern soziale Projekte auf allen Kontinenten. Wie davon beide Seiten profitieren, zeigt die Arbeit des Volkswagen Community Trust in Südafrika.

Die Arbeitslosenrate ist hoch,

die Armut groß, Gewalt allgegenwärtig: Es mangelt an vielem in Kabah, einem überwiegend von Schwarzen bewohnten Township im Stadtteil KwaLanga der südafrikanischen Stadt Uitenhage. Wer hier aufwächst, kann von einer unbeschwerten Kindheit nur träumen. Eine anregende Umgebung können auch staatliche Schulen durch den Mangel an angemessenen Unterrichtsmaterialien und ausgebildeten Lehrkräften nicht bieten.
Das Ikhwezi Lomso Early Childhoodcenter ist für das Viertel daher mehr als ein kleiner „Morgenstern“, wie Ikhwezi Lomso übersetzt heißt. 2011 mit Geldern des Volkswagen Community Trust sowie Spenden der südafrikanischen Volkswagen Belegschaft erbaut, macht das Zentrum gute Bildung möglich. Und eröffnet damit eine Perspektive auf eine bessere Zukunft.
Rund 100 fünf- und sechsjährige Kinder werden hier von qualifizierten Lehrern auf den Schuleintritt vorbereitet. Mit Hilfe altersgerechter Lernmaterialien trainieren sie Gedächtnis und Wahrnehmung. Ihr leibliches Wohl garantiert eine Suppenküche, für ihre psychologische und medizinische Betreuung sind regelmäßig Fachleute vor Ort. Auch jüngeren Kindern aus dem Viertel steht das Zentrum nach Schulschluss für einen regelmäßigen Vorleseclub offen. „Unser Ziel ist es, die Neugier und sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder zu fördern“, erläutert Vernon Naidoo, Manager beim Volkswagen Community Trust in Uitenhage. Und: „Wir wollen ihre emotionale Intelligenz und ihr Selbstwertgefühl stimulieren, sodass sie wirklich schulreif sind.“

Bildung ist die Lösung

für viele soziale Probleme in Südafrika und Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Je früher sie ansetzt, desto nachhaltiger ist der Effekt. Bildung zu fördern – insbesondere auch im Vorschulbereich – ist daher ein Schwerpunkt des Volkswagen Community Trust. Die gemeinwohlorientierte Stiftung verwendete 2012 darauf rund 80 % ihres Förderbudgets von 5 Mio. Rand, umgerechnet rund 360.000 €. Allein der laufende Unterhalt des Zentrums Ikhwezi Lomso schlug mit knapp 1 Mio. Rand zu Buche. Um den positiven Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinde zu sichern, war es mit dem Bau allein nicht getan. „Wir wollen ordentliche Leitungsstrukturen etablieren und damit den Fortbestand unseres Zentrums sicherstellen“, erläutert Naidoo. Dazu arbeitet er eng mit den Verwaltungsbehörden zusammen.
Der noch in Zeiten der Apartheid – und damit gegen viele Widerstände – gegründete Volkswagen Community Trust hat bislang mehr als 300 Förderprojekte initiiert und durchgeführt. Der übergeordnete Leitgedanke lautet dabei stets: Hilfe zur Selbsthilfe. Welche Projekte gefördert werden, entscheiden Belegschaft und Management des Volkswagen Werks in Uitenhage gemeinsam mit Vertretern von Gewerkschaften und den umliegenden Kommunen. Das wichtigste Kriterium lautet: Bringt das Vorhaben die Gemeinschaft als Ganzes voran? So entstehen Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern wie Behörden, Schulen, Kirchen und NGOs.
Sich gemeinsam für die Gemeinschaft einsetzen ist integraler Teil der Volkswagen Kultur – in Südafrika wie auch an anderen Standorten weltweit. Den Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, haben die Mitarbeiter konzernweit verinnerlicht. Deutlich macht dies der dauerhafte Erfolg internationaler Belegschaftsinitiativen. Ein Beispiel ist die 2008 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika initiierte Aktion „A Chance to Play“. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation terre des hommes Deutschland wurden dabei Sportplätze errichtet und regelmäßig Trainings initiiert – und darüber mehr als 50.000 Kinder erreicht. Unter der Losung „O direito de brincar“ wurde das Programm im Vorfeld der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft auf Brasilien ausgeweitet. Dort entstanden insgesamt 14 Projekte, unter anderem eine Kinderkrippe sowie Antigewalttrainings in Elendsvierteln.
80 % seines Förderbudgets investiert der Volkswagen Community Trust in Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.

Engagement zeigt sich

aber auch im aktiven Einsatz für soziale und ökologische Projekte – Ehrenamt ist Ehrensache im Volkswagen Konzern. Eine 2010 durchgeführte Befragung in den Provinzen Eastern Cape und Gauteng ergab, dass 83 % der Mitarbeiter von Volkswagen Südafrika sich nicht davor scheuen, sich im Rahmen von Gemeinwesenarbeit „ihre Hände schmutzig zu machen“. Dieses starke Bedürfnis, Hilfe zu leisten, führte zur Entwicklung des Freiwilligenprogramms für Mitarbeiter „Great Show of Hands“. 2011 ins Leben gerufen, ist es heute als langfristig angelegtes Freiwilligenprogramm etabliert. Bis heute unterstützten über 1.000 Mitarbeiter die Verschönerung, Instandhaltung oder Renovierung von Grundschulen, eines Kinderkrankenhauses, eines Behindertenheimes und vieler weiteren Einrichtungen gemeinnütziger Organisationen. Beispielhaft hierfür ist der Einsatz der Volkswagen Mitarbeiter in Südafrika für die Nonkqubela Pre-Primary School in KwaNobuhle, Uitenhage. Im Rahmen von „Great Show of Hands“ hatte der Freiwilligentrupp dort binnen weniger Stunden rund 1.000 Quadratmeter Rasen verlegt, 70 Bäume gepflanzt, einen Spielplatz angelegt und Wassertanks installiert. Die erforderlichen Sachmittel stellte der Community Trust bereit. „Viele Mitarbeiter wollen sich auch gern als Trainer im Bereich Sport engagieren“, sagt Stiftungsmanager Naidoo. Ein Ansporn mag sein, dass das Engagement der Volkswagen Mitarbeiter auch öffentlich Anerkennung findet. Bei ihrem „Drivers of Change“-Wettbewerb zeichnete die Regierungsstiftung Southern Africa Trust „Great Show of Hands“ 2013 als Finalist in der Kategorie Corporate Volunteering aus.

1 – Das Ikhwezi Lomso Early Childhoodcenter macht Bildung für viele möglich. 2 – Möglichst früh in der Kindheit anzusetzen ist ein Erfolgsfaktor des Zentrums. 3 – Vernon Naidoo, Manager beim Volkswagen Community Trust in Uitenhage.